Gedicht

In der Anthologie der Deutschen Gedichtebibliothek (Ausgewählte Werke XV) November 2012 ist dieses zum Wettbewerb 2012 eingereichte Gedicht enthalten:

 

Mein geliebter Vater starb und man schrieb mir:

Die Zeit heilt alle Wunden.

Seine Liebe war stark und groß

fühlte mich wohl in seinem Schoß

er begleitete mich im Traum

so ganz ohne Zeit und Raum

Eine Freundschaft zerbrach und ich schrieb Dir:

Die Zeit heilt alle Wunden

Du hattest keinen Mut es zu wagen

mir nur ein liebevolles Wort zu sagen

Getrieben von aller Weh und Pein

gab ich dann auf das eigene Sein.

Meine geliebten Kater mussten gehen

aber was wird nun geschehen

Sie heilten alle meine Wunden

trugen die Last in bitteren Stunden

Nun dürfen sie meine Engel sein

mich begleiten ohne Weh und Pein

so ganz ohne Zeit und Raum

und das nicht nur im Traum.